Wenige Wochen nach ihrem Rücktritt macht Anette Schavan erneut von sich reden. Diesmal geht es darum, dass der Blogger Klaus Graf eine Abmahnung der FAZ bekommen hat. Grund hierfür war ein früherer Artikel, indem er behauptet haben soll, FAZ Autorin Heike Schmoll sei die Freundin und/oder die Lebensgefährtin von Annette Schavan.
Der Blogger Klaus Graf schrieb wörtlich "Schavan-Freundin Heike Schmoll unkt in der FAZ". Wie der Justiziar der FAZ darin erkennt, Schmoll die Lebensgefährtin von Annette Schavan ist nicht nachvollziehbar und lässt eher auf eine Verblendung schliessen. Vielleicht hat man ihm noch nicht gesagt, dass Frauen befreundet sein können ohne gleich Lebensgefährten zu sein ?
Das bringt nun aber die Frage, was an diesem Gerücht nun dran ist. Bekanntlich ist Anette Schavan - im Gegensatz zu vielen anderewn Frauen in der Politik - nicht verheiratet. Über eine(n) Lebensgefährten/-in ist ebenfalls nicht bekannt. Jedoch gab es schon im November 2004 im Rahmen von innerparteilichen Auseinandersetzungen Gerede über ihre Neigungen. So war von mysteriösen Nonne im Privatleben von Schavan die Rede. Von daher erscheint es nicht fernliegend, wenn Anette Schavan dem weiblichen Geschlecht näher steht.
Ob nun die FAZ Autorin Heike Schmohl die Lebens(abschnitts)gefährten von Anette Schavan ist, weiss man nicht. Nur weil die FAZ dagegen vorgeht heisst nicht, dass es nicht so wäre. Das erinnert vielmehr an die Causa Bettina Wulff, die sich auch mit einer Abmahnwelle gegen Vorwürfe über eine Vergangenheit im Rotlichtmillieu "verteidigte". Die Geschichte klingt für einen Außenstehenden eher nach einer Farce als nach einer ernsthaften Abmahnung. Es stellt sich die Frage, warum die FAZ hier außerdem die Interessen von Frau Schmoll vertreten muss. Diese Frage stellt sich auch in juristischer Hinsicht, denn weshalb vorliegend eine Rechtsverletzung zum Nachteil der FAZ vorliegen sollte, erschließt sich mir anhand des beanstandeten Blogbeitrags nicht.